Veröffentlicht am Freitag, 13. Januar 2012 06:30

Frauen sind in der Hansestadt Rostock in der Bürgerschaft, in der Verwaltung und im Ehrenamt noch immer unterrepräsentiert. Zum Beispiel entfallen nur knapp 38 Prozent der Bürgerschaftsmandate auf Frauen. „Mit der zu geringen Beteiligung von Frauen in Wahl- und Leitungsfunktionen bleibt in Rostock ein Großteil des hohen Qualifikations- und Erwerbspotenzials von Frauen ungenutzt“, sagt Ait Stapelfeld, Oberbürgermeister-Kandidat der SPD.
Dies gilt es zu ändern, „weil bei einem sehr hohen Anteil von Frauen in Rostock die Gleichstellung von Frauen im Grunde mindestens 50 Prozent gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Gestaltungsprozess bedeutet“. Aber auch die Konsequenzen des demografischen Wandels erlauben keinen weiteren Verzicht auf Frauenpower in Politik, Wirtschaft und Ehrenamt, so Stapelfeld. Die Kommunalpolitik muss, um die Chancengleichheit für Frauen im Erwerbsleben zu verbessern, die Voraussetzungen schaffen für eine praktikable Vereinbarkeit aller Belange von Beruf, Familie und ehrenamtlichem Engagement. Das bedeutet, „Arbeitsfelder und Aufgaben sind auf die persönlichen Bedürfnisse und das individuelle Zeitmanagement, die aus der Position der Frauen im beruflichen und familiären Umfeld resultieren, abzustimmen“. Doch da eine zukunftsfähige Kommune Frauen und Männer in beiden Rollen braucht, als verantwortungsvolle Fach- und Führungskräfte ebenso wie als engagierte Eltern, setzt sich Ait Stapelfeld für eine familienfreundliche Arbeits- und Lebenswelt, d. h. eine bessere ganztägige Bildung und Betreuung von Kindern.
Dabei sieht Stapelfeld ein enges Bündnis mit der Wirtschaft als notwendig an und würde große und mittelständige, private und öffentliche Unternehmen gleichermaßen als Partner für mehr Führungspositionen gewinnen wollen“.
„Mit dem Einzug ins Rostocker Rathaus möchte ich diesen Prozess, der nicht von heute auf morgen um- und durchzusetzen ist, so doch befördern und beschleunigen“ und das in enger Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten,“ kündigt der Oberbürger-meister-Kandidat der SPD an.
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